Edes Bloc

Ordentlich Strecke machen - das stand heut auf dem Programm. Und dewegen standen wir zeitig auf, beeilten uns vom Campingplatz wegzukommen und vertagten das Frühstück auf später. Genaugenommen kamen wir bis zur Bäckerei des Nachbarortes, deckten uns da mit Flankuchen, Karamelpudding, Baguette und Croissants ein. Das alles wurde dann 2km später auf einer öffentlichen Picknickbank verzehrt, was einige Zeit in Anspruch nahm. Aber dann fuhren wir weiter, denn wir wollten ja schließlich Strecke machen. Kurz nach Quimper und Concarneau und dann entweder in Lorient oder Vannes übernachten - Vielleicht habt ihr schon bemerkt, dass wir nicht die Besten sind was Pläne einhalten angeht. 

Wir fuhren nach Quimper und das wurde fatal. Wegen der kurzen Nacht waren wir beide noch ziemlich müde und wollten einen kurzen Mittagsschlaf machen, der im Endeffekt 1 1/2 Std dauerte. In Quimpers’ Altstadt gab es gerade ewig viele Straßenstände, die auf Solveig eine magnetich anziehend wirkten. Wikauften 2 Cidre-Bols (Schüsseln), versackten eine Weile in einem Hippieladen und gingen noch in einem Stadtgarten voller tropicher Bäume spazieren, der uns das Gefühl gab, nicht in Frankreich, sondern in Brasilien zu sein. Wir wollten dann noch kurz zu Decathlon fahren, einem französischen Sportladen für alles. Tja. Und da blieben wir bis kurz vor Ladenschluss und wir haben festgestellt, dass wir unmöglich in solche Läden gehen dürften (“Schau mal dieses Laufshirt, wie günstig, und guck mal da, diese Sporthose! Hast du schon die Microfaserhandtücher gesehen???”). Glücklich und mit vollgepackten Tüten verließen wir das Geschäft irgendwann dann doch und stellten uns der Wirklichkeit: Strecke machen klappt vermutlich heute nicht mehr. Also fuhren wir zum nächsten McDonalds, wo wir den Blog aktualisierten und gegen 22h beschlossen wir, uns nicht geschlagen zu geben. Von der Pointe du Raz bis Quimper ist keine Strecke, und für eine waagerechte Schlafposition sind wir heute ohnehin zu spät dran! Also fuhren wir noch durch Concarneau, was sich schon allein für die große, angeleuchtete Burg lohnte, die wir am Hafen sahen. Dann ging es dann doch noch weiter nach Lorient. Strecke, wenigstens ein bisschen, haben wir also doch noch geschafft. ;) Lorient bei Nacht wirkt nicht so vertrauenserweckend, zumindest die Stadtteile in denen wir herumfuhren, auf Parkplatzsuche. Also fuhren wir ein wenig abseits von der Stadt auf einen McDonaldsparkplatz (soviel wie in den letzten 3 Wochen hatten wir noch nie mit McDonalds zu tun!) und deklarierten ihn als unseren Schlafplatz. Jetzt bauen wir noch schnell das Auto um, putzen Zähne auf dem kamerafreien Nachbarsparkplatz und dann geht’s endlich schlafen. :)

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